Biologische Station Zwillbrock e.V.

Pflege mit Moorschnucken

Zur Pflege von etwa 160 Hektar Moor- und Heideflächen unterhält die Biologische Station Zwillbrock e.V. die Schäferei Moorhof in Ahaus-Graes mit einer großen Moorschnucken-Herde. Im Sommer zieht der Schäfer oder die Schäferin mit der Herde zweimal pro Tag für etwa vier Stunden in Moor und Heide. Bei der Arbeit helfen Altdeutsche Hütehunde, die hervorragend für die Hütearbeit geeignet sind.

Diese Beweidung in traditioneller Hütehaltung bewirkt 

  1. ein Zurückdrängen der aufkommenden Birken, die wasserverbrauchend sind und wertvolle Vegetation beschatten, 
  2. die Aufhaltung der Ausbreitung des Pfeifengrases, das sehr konkurrenzstark ist und die Heidepflanzen bedrängt sowie 
  3. die wichtige Verjüngung der Heide durch den Verbiss von Heidetrieben. 
  4. einen Austrag von Nährstoffen aus den Lebensräumen indem in den Mittagspausen und am Abend die Schafherde außerhalb der nährstoffarmen Flächen lagert und dort abkotet.

 

Beweidung nach Maß

Die Beweidung erfolgt nach einem Beweidungsplan, der mit dem Gebietsbetreuer jedes Jahr nach einer Begehung erstellt wird. Nach dem ersten Beweidungsdurchgang wird nochmals überprüft, auf welchen Flächen noch eine zweite oder gar dritte Beweidung durchgeführt werden muss. So kann in jedem Jahr die Pflegeleistung der Schafe an den Aufwuchs auf den Flächen angepasst werden.

Warum Moorschnucken?

Die Beweidung von Moor und Heide stellt besondere Ansprüche an die zur Pflege eingesetzte Schafrasse. Die weißen hornlosen Heidschnucken, auch Moorschnucken genannt, sind durch ihr geringes Körpergewicht, Widerstandsfähigkeit, Unempfindlichkeit gegen Nässe und Futtergenügsamkeit speziell an die feuchten und kargen Verhältnisse angepasst. 


 

weitere Informationen: Schäferei Moorhof

 

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