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© C. Rückriem

ZNL-Ausbildung: Nach einer abwechslungsreichen Woche geht es jetzt an die Konzeption eigener Veranstaltungen

01.06.2026

In der Blockwoche der Ausbildung zur/m künftigen Natur- und Landschaftsführer*innen für das Westmünsterland wurde viel gelernt, gelacht und Ideen für eigene Veranstaltungen gesammelt.

Eine ganze Woche im Mai ging es für die künftigen zertifizierten Natur- und Landschaftsführer*innen (ZNL-er) für das Westmünsterland von früh bis spät um die landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten der Region. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf dem Bildungskonzept Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Die Teilnehmenden lernten zunächst spielerisch die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen kennen. Dabei wurde viel gelacht und schnell wurden Bezüge zu eigenen Erfahrungen und Wertvorstellungen gezogen. Hochmotiviert wurde auch über die Frage: „Welche Fähigkeiten brauchen wir, um gemeinsam die Nachhaltigkeitsziele umsetzen zu können?“ diskutiert. Beim Abgleich der Ergebnisse mit den BNE-Schlüsselkompetenzen der UNESCO zeigten sich viele Parallelen. 

Ein weiterer besonderer Schwerpunkt in der Ausbildung lag auf dem Thema „Inklusion“. In der  Sensibilisierungsschulung zur Barrierefreiheit konnten die Teilnehmenden selbst erfahren, wie es sich beispielsweise anfühlt, auf einen Rollstuhl angewiesen zu sein oder eine Sehbehinderung zu haben. Mit seiner Begeisterung für das Thema „Barrierefreiheit“ motivierte Kai Pagenkopf von Neumann Consult die Teilnehmenden in ihren eigenen Veranstaltungen die verschiedenen Bedarfe der Menschen mitzudenken. 

Gut gerüstet ging es so für die Teilnehmenden auf Exkursionen in verschiedene Landschaftsräume der Region, ins Zwillbrocker Venn zu den Flamingos, zum Tümpeln an ein Kleingewässer oder auch in den Wald im Tiergarten Raesfeld. Unterwegs schlüpften sie auch schon mal in die Rolle einer Familiengruppe und erfuhren, wie BNE-Angebote für junge Menschen und gemischte Altersgruppen abwechslungsreich gestaltet werden können. 

In den Hohenhorster Bergen führte Sebastian Fischer vom Kreis Borken anhand praktischer Beispiele in die Grundlagen des Naturschutzes und der Landschaftspflege ein. Unterwegs gab es zahlreiche Gelegenheiten für Diskussionen, Fragen und tatkräftige Landschaftspflege. So beseitigten einige Teilnehmende unterwegs direkt jeden Kirschlorbeer, der sich ihnen am Wegesrand in den Weg stellte. Der Kirschlorbeer ist eine invasive Art und hat daher in den heimischen Wäldern nichts zu suchen.

Marion Schauerte und Birgit Nadermann zeigten zunächst in einer bildreichen Präsentation, wie Menschen die Landschaft veränderten. Im Gelände sind auch heute noch deutlich die Zeichen vergangener Kulturleistungen zu erkennen. Daher nahmen die beiden Mitarbeiterinnen des LWL die Teilnehmenden im Anschluss mit auf eine spannende Exkursion in die Westruper Heide. Hier lernten die angehenden ZNLer die Landschaft zu lesen.

Auch kulturell war in der Blockwoche einiges los: Es ging unter anderem in die Villa Medici in Rhede, ins Schloss Raesfeld und nach Gescher ins Bienenmuseum, ins Glockenmuseum und auf den benachbarten Museumshof. Hier nahmen uns die engagierten Referent*innen mit in verschiedene faszinierende Themenwelten unserer Heimat. Wir danken allen Referent*innen, auch denen, die aufgrund der Vielzahl nicht namentlich genannt wurden, für ihre Expertise und die Freude, mit der sie uns in dieser Woche begleitet haben.

Ganz besonders freuen wir uns über die entstandene Gemeinschaft zwischen den künftigen Natur- und Landschaftsführer*innen. Alle vereint die Begeisterung für die Natur und für die Menschen. Bis zum 3. Teil der Ausbildung im Juli – dem Prüfungswochenende – haben nun alle Teilnehmenden Zeit, eine eigene Exkursion auszuarbeiten. Wir sind gespannt und freuen uns auf die Ergebnisse!

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ZNL_20_05_26_Raesfeld_RKern__12__klein.jpg  © BSZwillbrock
ZNL_19_05_26_HohenhorsterBerge_RKern__2__klein.jpg  © BSZwillbrock
ZNL_19_05_26_Sensibilisierung_RKern__3__klein.jpg  © BSZwillbrock
ZNL_18_05_26_ZV_RKern__1__klein.jpg  © BSZwillbrock

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