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© C. Rückriem

Flamingo Update 29.07.26

29.07.2026

Die jungen Flamingos unternehmen erste Flugversuche!

In diesem Jahr sind von 25 gelegten Eiern 16 Flamingoküken geschlüpft. Von diesen sind zur Zeit 14 junge Flamingos im Zwillbrocker Venn, der nördlichsten Brutkolonie Europas, zu sehen. Eine solche Verlustrate, bedingt durch natürliche Ursachen, befindet sich einem Bereich, der auch in anderen Brutgebieten wie z.B. der Camargue beobachtet wurde (GLUTZ VON BLOTZHEIM & BAUER 1987).

Neben den beiden Arten Rosa- und Chileflamingo gibt es diverse Hybridkombinationen, tlw. auch unter dem genetischen Einfluss des in den Vorjahren in der Kolonie anwesenden Kubaflamingos. Der älteste in diesem Jahr geschlüpfte Flamingo ist mittlerweile über 10 Wochen alt und unternimmt bereits erste kurze Flugversuche. Nach ca. 10 bis 13 Wochen sind die Flamingojungen flügge und damit voll flugfähig und eigenständig. Die Zahl der Altvögel schwankt aktuell täglich und liegt in einem niedrigen ein- bis zweistelligen Bereich. Das ist ganz normal, da die jungen Flamingos im „Kindergarten“ von nur noch wenigen erwachsenen Flamingos betreut und mit Flamingomilch gefüttert werden.  

Im August und September werden spätestens auch die 5-6 Wochen jüngeren Flamingos flügge und fliegen in die Überwinterungsgebiete in den Niederlanden. Dort befindet sich bereits ein Großteil der Altvögel: https://waarneming.nl/species/18883/observations/?

Aber auch abseits der Flamingos lohnt sich zur Zeit ein Besuch im Zwillbrocker Venn: Die Heideblüte beginnt und der sinkende Wasserstand im See sorgt für großflächige Schlammbereiche. Diese stellen ideale Rastgebiete für durchziehende Watvögel wie Kiebitz, Brachvogel oder auch den seltenen Sichelstrandläufer dar, der vor wenigen Tagen gesichtet wurde. Was sonst gerade alles im Zwillbrocker Venn zu beobachten ist, erfahren Sie hier: 
Beobachtungen im Zwillbrocker Venn: Biologische Station Zwillbrock 

WICHTIGE INFO: Auch wenn sich die Flamingos aktuell häufig an bestimmten Stellen zeigen, handelt es sich um freilebende Tiere – Sichtungen können daher variieren, Ferngläser werden empfohlen.

Verwendete Literatur: Glutz von Blotzheim, Urs N. [Hrsg.]; Bauer, Kurt M. [Bearb.] (1987): Handbuch der Vögel Mitteleuropas. Bd. 1. Gaviiformes – Phoenicopteriformes. – 2., durchges. Auflage.

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2026-07-29_Flamingo_Juntgtiere_K.Sklenak.1000293963.jpg  © K. Sklenak

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