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© C. Rückriem

Moorgewässer

In unseren Mooren kommen eingestreut auch Stillgewässer vor, deren Wasser durch die hohen Torfanteile im umgebenden Boden meist braun gefärbt ist. Dafür sind so genannte Huminsäuren verantwortliche, die sich nicht nur in Tee und Kaffee, sondern auch in abgestorbenen Pflanzenmaterialien finden (Torf).

Diese Huminsäuren fangen die im Wasser gelösten Nährstoffe fast vollständig weg, so dass in diesem auch als dystroph bezeichneten Gewässern nur eine an besondere Nährstoffarmut angepasste Lebensgemeinschaft gedeiht. Fischarten fehlen hier vollständig, neben Amphibien wie Moorfrosch und Kleiner Wasserfrosch findet sich hier eine Vielzahl an Insekten, die hier ihre Kinderstube haben. Dazu zählen Eintagsfliegen, Köcherfliegen, Mücken und Libellen.

Auch Moorgewässer verlanden, indem die oft aus Torfmoosen geprägte Unterwasservegetation langsam das Gewässer zuwächst und schließlich in Form eines auf dem Wasser schwimmenden Schwingrasens das Gewässer zudeckt. Auf diesen Schwingrasen können weitere an weniger nasse Verhältnisse angepasste Moorarten siedeln. Auf diese Weise entstanden auch die ersten Hochmoore - Moorgewässer sind daher als Ausgangsstadien für die Regeneration von Hochmooren von großer Bedeutung.

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_fast_vollständig_mit_Torfmoos_überzogenes_Moorgewässer_C_Rückriem__A026814.JPG  © C. Rückriem
Fast vollständig mit Torfmoos überzogenes Moorgewässer

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