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© C. Rückriem

Schwarzkopfmöwe

Die Schwarzkopfmöwe(Ichthyaetus melanocephalus) sieht der Lachmöwe sehr ähnlich und kommt oft mit dieser gemeinsam in großen Kolonien vor. Die Schwarzkopfmöwe hat im Vergleich zur Lachmöwe einen kürzeren, dickeren und etwas stumpferen Schnabel. Zudem ist sie etwas größer. Während der Brutzeit reicht die tiefschwarze Kopfbefiederung bis in den Nacken und Beine und Schnabel sind intensiv rot gefärbt., die Handschwingen sind reinweiß bis hellgrau und weisen keine schwarzen Spitzen wie bei der Lachmöwe auf.

Ursprünglich stammt die Schwarzkopfmöwe aus Gebieten der Schwarzmeerküste und ist heutzutage über Südosteuropa auch nach Mitteleuropa eingewandert. Hier ansässige Schwarzkopfmöwen überwintern vor allem in West- und Südeuropa und sind dementsprechend Kurzstreckenzieher. Auf dem Speiseplan stehen hauptsächlich Insekten, aber auch Fische, Kleinsäuger, Würmer, Weich- oder Krebstiere. Anders als beim Aussehen lassen sich Schwarzkopf- und Lachmöwe gut anhand ihrer Stimme unterscheiden. Die Schwarzkopfmöwe hat ein tieferes, nasales Krächzen im Vergleich zu dem eher schrillen, hohen Krächzen der Lachmöwe. Interessant ist zudem, dass bereits beobachtet wurde, wie Schwarzkopfmöwen Küken der Lachmöwe adoptiert haben.

Die Schwarzkopfmöwe ist ein sehr seltener Brutvogel in Nordrhein-Westfalen, mit 2-3 Brutpaaren stellt das Zwillbrocker Venn das stabilste Vorkommen dieser seltenen Art in Nordrhein-Westfalen dar.

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Schwarzkopfmöwe_in_Lachmöwenkolonie_D5A2521_C_Rückriem.JPG  © C. Rückriem
LachmöwenSkMöwe_C_Rueckriem_A038600.JPG  © C. Rückriem
Lachmöwenschwarm mit einer Schwarzkopfmöwe

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