Am 27. Juli war der Seminarraum der Biologischen Station Zwillbrock e.V. gut gefüllt: Im Rahmen des Projektes LIFE Wiesenvögel NRW hatte der zuständige Berufsjäger den Kontakt zu einem Rabenkrähen-Experten hergestellt, sodass eine Workshop-Einladung für die Pächter*innen landeseigener Jagden erfolgen konnte.
Wie bereits von den Medien aufgegriffen, hat die Biologische Station Zwillbrock e.V. diesen Sommer einen Antrag auf Befreiung vom Landschaftsplan gestellt, um in den Vogelschutzgebieten des Kreises Borken die Rabenkrähe gemäß der vollständigen Jagdzeit des Landesjagdgesetzes NRW bejagen zu können. Zuvor war dies stark eingeschränkt. Es folgte ein Jagdbeirat, initiiert von der Unteren Jagdbehörde des Kreis Borken.
Da die Rabenkrähen den Bruterfolg der Wiesenbrüter in den Vogelschutzgebieten nachweislich stark beeinträchtigten, insbesondere den der Uferschnepfe -bei der wir hier die Verantwortung für die in NRW größte Population mittragen- hat der Beirat einstimmig für die Befreiung gestimmt. Der Beirat besteht neben Vertreter*innen der Jagd auch aus Naturschutzvertreter*innen aus den hiesigen großen Naturschutzverbänden, sodass die Entscheidung sorgfältig abgewägt wurde.
Um nun die Rabenkrähenjagd tierschutzgerecht und nachhaltig durchzuführen, lauschten die Revierinhaber der Vogelschutzgebiete nun ausgiebig dem Experten Nils Kradel, hatten durchgängig Gelegenheit Fragen zu stellen und auch eine kleine Jagdsimulation verdeutlichte allen nochmal die wichtigsten Aspekte.
Wir sagen Danke an unsere Jagdpächter*innen und Begehungsscheininhaber*innen sowie nochmals Nils Kradel!
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