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Hummeln

26.09.2018

Wie leben Hummeln? Warum sind Hummel- und Wildbienen so wichtig? Was sollte in einem hummelfreundlichen Garten beachten werden?

Gut zu wissen:
In Deutschland gibt es 41 Hummelarten, die zu den Wildbienen gezählt werden. Hummeln sind nah mit der Honigbiene verwandt, produzieren aber keinen Honig. Im Vergleich zu den Honigbienen besitzen Hummeln fast kein Verteidigungsverhalten. Ein Stich durch eine Hummel ist äußert selten und ist vor allem vom Baumhummeln, die ihr Nest z.B. in Vogelnistkästen anlegen, bekannt.
Hummeln gehören wie alle Wildbienen zu den bestäubenden Insekten: Diese Blütenbesucher übertragen bei der Nahrungssuche, Pollen von einer auf die nächste Blüte. Dies stellt die Grundlage für die Bildung von Samen und Früchten dar. Wildbestäuber sind Schlüsselakteure der biologischen Vielfalt. Besonders Wildbienen wird eine immense Bestäubungsleistung zugesprochen. Sie sind Bestäuber von über 150 Nutzpflanzen und über 90 % der Wildpflanzen. Hummeln werden z.B. vermehrt für die Bestäbung in Tomatengewächshäusern eingesetzt.

So leben Hummeln:
Hummel leben sozial (primitiv-eusozial) und bilden Staaten. Ein junges, im Vorjahr befruchtetes Weibchen legt ein Nest mit Wachswaben und Nahrungsvorrat an. Diese Jungkönigin kümmert sich um die Versorgung der Nachkommen, bis die erste Generation an Arbeiterinnen geschlüpft ist. Dann beginnt die Arbeiststeilung und das Staatenleben. Der Staat kann 30 bis 400 Tiere umfassen. Es werden Jungköniginnen und Männchen (Drohnen) produziert, die das Nest verlassen. Danach bricht der Staat zusammen, die Arbeiterinnen und Männchen sterben ab. Nur die befruchtetet Jungköniginnen überdauern den Winter an einem geschützten Ort.

Nahrung und Nistplatz gesucht!

Gartengestaltung:
Eine naturnahe, strukturreiche Gartengestaltung bieten Hummeln z.B. in Totholzhaufen, Steinspalten oder Mäuselöcher Nistmöglichkeiten und Überwinterungsquartiere. Hummeln benötigen wie alle Wildbienenarten ein reichhaltiges, nektar- und pollenspendendes Blütenangebot sowie Nistmöglichkeiten. Besonders wildbienenfreundlich ist ein lückenlosen Blütenangebot von März bis Oktober. Wichtige Pflanzen für ihren Hummelgarten sind u.a. Weide, Natterkopf, Bartblumen, Lungenkraut und Oregano.

Nistmöglichkeiten und Nisthilfen:
Hummeln profitieren von einem strukturreichen, naturnahen Garten ohne Einsatz von Unkrautvernichter und Insektiziden. Totholzhaufen, Steinspalten, Mäuselöcher und Vogelnistkästen können Nistplatz für Hummeln darstellen. Weiterhin nehmen Hummeln gerne von uns gebaute Hummelnistkästen an, hierbei gibt es jedoch unterschiedliche Ansprüche der einzelnen Hummelarten. Wir haben einige Links zu Hummelkästen für Sie im Naturschutztipp „Nistkästen für Hummeln“ zusammengefasst.

Weiterführende Adressen und Links:

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pixabay_CCO_woodypino_bumble-bee-2361336_960_720.jpg  © pixabay.com(CC0)

Remise, Besucherzentrum und -kanzeln geöffnet, Bildungsveranstaltungen finden wieder statt

Aufgrund der aktuellen Vorsorgemaßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Corona-Virus bitten wir Sie: Die Aussichtskanzeln und -Türme sind für eine beschränkte Personenzahl geöffnet, bitte verhalten Sie sich rücksichtsvoll. Das Besucherzentrum in der Biologischen Station Zwillbrock und die Info-Remise gegenüber von der Nord-Kanzel im Venn sind wieder geöffnet. Bildungsveranstaltungen finden unter Einhaltung der Corona-Auflagen wieder statt.

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